Vor
einigen Monaten bat mich Sebastian Borck, der mittlerweile
Unglaubliches am
3D-Drucker und im Rahmen der 3D-Konstruktion leistet, einige Testbauten
seiner
neuesten Werke zu machen. Hier nun die ersten „Prototypen“!
Die
sogenannte „Schwarze Witwe“, die „scharfe“ Version des Rekord C von
1967, hatte
es ihm besonders angetan. Relativ leicht ließ sich daraus
natürlich auch das
Serienmodell, hier in der Version der 2-türigen Limousine,
erstellen. Die
Unterschiede stecken ja mehr unter der Haube!
Konstruktionstechnisch
waren vom Serienmodell zur „Witwe lediglich die Auspuffführung am
Chassis zu
ändern, ein anderer Kühlergrill, natürlich andere
Felgentypen mit
Breitbereifung und im Heck kam mittig der Tankverschluss an seinen
Platz. Auch
der Innenraum wurde angepasst: Renntypisch mit Käfig und weiteren
rennsportlichen Accessoires!
Der
eher „brave“ Zivilist des C-Modells hat einen vorbildgerechten
„Langhaarigen“
Fahrer aus der entsprechenden Zeit ans Volant bekommen – wahrscheinlich
darf er
gerade mal Papas Auto chauffieren…
Die
Chrom-Decals für beide Fahrzeuge ließ Sebastian drucken, die
Startnummern der „Witwe“ kommen aus
dem eigenen Laserdrucker.
Die
Verchromungen realisierte ich mit Flüssig-Chrom von Molotow, das
sich sehr gut
spritzen lässt. Dadurch gelingt ein gleichmäßiges,
spiegelndes Finish, welches
auch nicht matt wird, wenn ich final meinen Mipa-Klarlack
drüberziehe!
Der
zivile
Rekord bekam eine Originalfarbe von Opel, „horizontblau“. Die „Witwe“
ein
glänzendes schwarz (wie immer alles aus der Dose!), jedoch
vorbildgerecht mit matten Stoßstangen und mattem
Kühlergrill. Die fotogeäzten Scheibenwischer kommen aus dem
Zubehör.
In Kürze werden in dieser Serie zwei weitere Rüsselsheimer fertig: Auf meiner Werkbank liegen die beiden Commodore vom Tourenwagenrennen in Spa 1971 und 1972! Also die „oberscharfen“ Rekord-Karosserien, mächtig aufgeblasen mit dicken Backen!
Zusammenfassend
muss ich sagen, dass Sebastian hier ganz großes Kino bringt! Er
druckt mit Flüssig-Resine, welches so gut wie keine
Nachbearbeitunge an den gerundeten Karosseriebereichen erfordert!
Die Passgenauigkeit ist (logisch, alles digital erstellt und
angepasst!) super, lediglich die Bohrungen für Scheinwerfer und
andere kleine Anbauteile müssen nach dem Lackieren ein wenig
vergrößert werden. Aber das kennt man ja...Bisher sind alle
Modelle aus Seb's Werkstatt als Frontmotor-Fahrzeuge ausgelegt, die
mittels Welle ihre Kraft auf die Hinterachse übertragen.
Dadurch ist es ihm möglich, einen komplett ausgestalteten
Innenraum zu konstruieren! Front- und Heckscheibe sind
tiefgezogen und passen saugend in ihre Rahmen. Sogar die
Scheinwerfergläser sind 3D-gedruckt, das klare Resine ist
wunderbar transparent! Da die Chassis jeweils Halterungen für
Beleuchtung (3mm-Bohrungen und Träger für LEDs) aufweisen,
steht einer vorbildgerechten Beleuchtung nichts im Weg!