Opel Rekord C 1966 und "Schwarze Witwe" 1967

Vor einigen Monaten bat mich Sebastian Borck, der mittlerweile Unglaubliches am 3D-Drucker und im Rahmen der 3D-Konstruktion leistet, einige Testbauten seiner neuesten Werke zu machen. Hier nun die ersten „Prototypen“!

 






Die sogenannte „Schwarze Witwe“, die „scharfe“ Version des Rekord C von 1967, hatte es ihm besonders angetan. Relativ leicht ließ sich daraus natürlich auch das Serienmodell, hier in der Version der 2-türigen Limousine, erstellen. Die Unterschiede stecken ja mehr unter der Haube!

 




Konstruktionstechnisch waren vom Serienmodell zur „Witwe lediglich die Auspuffführung am Chassis zu ändern, ein anderer Kühlergrill, natürlich andere Felgentypen mit Breitbereifung und im Heck kam mittig der Tankverschluss an seinen Platz. Auch der Innenraum wurde angepasst: Renntypisch mit Käfig und weiteren rennsportlichen Accessoires!

 


Der eher „brave“ Zivilist des C-Modells hat einen vorbildgerechten „Langhaarigen“ Fahrer aus der entsprechenden Zeit ans Volant bekommen – wahrscheinlich darf er gerade mal Papas Auto chauffieren…

 


Die Chrom-Decals für beide Fahrzeuge ließ Sebastian drucken, die Startnummern der „Witwe“ kommen aus dem eigenen Laserdrucker.

 


Die Verchromungen realisierte ich mit Flüssig-Chrom von Molotow, das sich sehr gut spritzen lässt. Dadurch gelingt ein gleichmäßiges, spiegelndes Finish, welches auch nicht matt wird, wenn ich final meinen Mipa-Klarlack drüberziehe!

 


Der zivile Rekord bekam eine Originalfarbe von Opel, „horizontblau“. Die „Witwe“ ein glänzendes schwarz (wie immer alles aus der Dose!), jedoch vorbildgerecht mit matten Stoßstangen und mattem Kühlergrill. Die fotogeäzten Scheibenwischer kommen aus dem Zubehör.

 

In Kürze werden in dieser Serie zwei weitere Rüsselsheimer fertig: Auf meiner Werkbank liegen die beiden Commodore vom Tourenwagenrennen in Spa 1971 und 1972! Also die „oberscharfen“ Rekord-Karosserien, mächtig aufgeblasen mit dicken Backen!

Zusammenfassend muss ich sagen, dass Sebastian hier ganz großes Kino bringt! Er druckt mit Flüssig-Resine, welches so gut wie keine Nachbearbeitunge an den gerundeten Karosseriebereichen erfordert!  Die Passgenauigkeit ist (logisch, alles digital erstellt und angepasst!) super, lediglich die Bohrungen für Scheinwerfer und andere kleine Anbauteile müssen nach dem Lackieren ein wenig vergrößert werden. Aber das kennt man ja...Bisher sind alle Modelle aus Seb's Werkstatt als Frontmotor-Fahrzeuge ausgelegt, die mittels Welle ihre Kraft auf die Hinterachse übertragen. Dadurch  ist es ihm möglich, einen komplett ausgestalteten Innenraum zu konstruieren!  Front- und Heckscheibe sind tiefgezogen und passen saugend in ihre Rahmen. Sogar die Scheinwerfergläser sind 3D-gedruckt, das klare Resine ist wunderbar transparent! Da die Chassis jeweils Halterungen für Beleuchtung (3mm-Bohrungen und Träger für LEDs) aufweisen, steht einer vorbildgerechten Beleuchtung nichts im Weg!


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