North American F-100D Super Sabre

Meine hier vorgestellte F-100D Super Sabre stammt aus dem Doppel-Bausatz von Platz. Der japanische Hersteller greift dabei auf die Spritzlinge von F-Toys zurück, die bekanntermaßen „nicht ganz ohne“ sind.

 

Zwar haben diese Kits eine sehr feine Oberflächengravur, jedoch sind die Passzapfen der einzelnen Bauteile extrem massiv. Bei den Außenlasten sind die Pylone i.d.R. gleich mit angegossen und die Cockpitverglasung hat zwei äußerst massive Blöcke, welche die Kanzel auch ohne Kleben in ihrer Position halten sollen, dabei aber den transparenten Einblick ins Cockpit komplett verzerren („Lupen-Effekt“). Das F-Toys-Konzept ist ja ein „Gashapon“-Programm, eine Art „Wundertüte“, bei der man aus einer Packung mit den Fliegern einer bestimmten Serie einen halb-fertigen, bereits vorlackierten Flieger zum Zusammenstecken bekommt – ohne zu wissen, welcher Typ sich denn jetzt genau in dieser Packung befindet. Platz übernimmt nun die Spritzlinge von F-Toys, quasi als einen realen Bausatz. Surprise, Surprise!
 

 

Egal. Die alten ARII-/Otaki-Kits der Super Sabre sind ebenfalls rudimentär zu nennen, was schlichtweg ihrem Alter geschuldet ist. Dennoch waren sie in puncto Oberflächengravur ihrer damaligen Zeit schon deutlich voraus! Aber diese Kits bekommt man mittlerweile auch nur noch zu Mond-Preisen… Also: Ran an den Platz-Bausatz!

 

Ein wenig Spachtelarbeit war an den Rumpfnähten nötig, ein wenig „Liquid Gravity“ zwischen Cockpit und Lufteinlauf verklebt, fast schon ist der kleine Bonsai-Flieger fertig! Lackierung erfolgte auch hier wieder mit Vallejo- und Tamiya-Farben (Klarlack). Über einen oob-Bau hinaus habe ich dem Jet das Staurohr und die Tanksonde aus Messingrohr spendiert. Einerseits war mir die Gefahr eines Bruchs bei den filigran gegossenen Teilen zu hoch – andererseits war die Tanksonde bei meinem Bausatz ohnehin schon am Ast gebrochen. Zusätzlich habe ich eine tiefgezogene Kanzel von Brengun verwendet, die ich geöffnet dargestellt habe. Jan Sobotka von Brengun hat einfach ein Herz für F-Toys- und Platz-Kunden, die sich mit den Klarsichtblöcken als Kanzel nicht zufriedengeben wollen! Zur geöffnet dargestellten Kanzel passt wunderbar die Einstiegsleiter, die rise144 als 3D-Druck erstellt hat.

 

Im Platz-Bausatz Nr. PF-79 sind zwei Decalversionen vorgesehen: Eine auf kompletter Aluminiumhülle farbenfrohe Maschine des 20th TFW, die 1958 in Wethersfield, Wessex, England, stationiert war und die im SEA-Schema gehaltene AF 053580 des 308th TFS der 31st TFW, stationiert auf der Tuy Hoa Air Base, Vietnam 1969. Diese habe ich hier umgesetzt.

Und erneut zum Abschluss das Ganze im Foto mit KI aufgepeppt! Hier mein Ausgangsfoto:



Und das macht KI daraus - wenn man ihr einen möglichst genau beschriebenen Auftrag erteilt:




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