Lockheed F-104C Starfighter

Heute möchte ich euch im Zuge meiner Vietnam-Serie bzw. der „Century-Serie“, die ich versuche zu erstellen, eine F-104C Starfighter vorstellen.


Mittlerweile ist es recht schwierig geworden, den Mark1-Models-Bausatz mit vier Decal-Varianten (darunter eine aus der Vietnam-Ära) aufzutreiben, er ist überall vergriffen. Dabei verwendet dieser tschechische Hersteller die Formen von Revell, fügt für die C-Version einen weiteren Spritzling für das kürzere Seitenruder und die frühe Schubdüse sowie diverse neue Decalversionen bei.

Den Revell-Kit hatte ich zum Glück noch „auf Vorrat“ liegen, auch einen Umbau-Kit von Rescue, der neben der frühen Leitwerk-/Ruder-Sektion eine sehr schöne, detaillierte und vor allem eine „tiefe“ Schubdüse aus Resine beinhaltet.

 

Aber die Decals und die Vietnam-typische, frühe Tanksonde… Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Es nahte jedoch Hilfe! Mein netter Kontakt zu Markus Behnke, dem 1. Vorsitzenden des PMC Köln, der am gleichen „Projekt“ arbeitete, ergab, dass Markus zum tschechischen Hersteller bereits Fühlung aufgenommen und erwirkt hatte, dass man die Decals des Bausatzes einzeln erstehen konnte. Komplette Bausätze des Kits mit der Nr. MKM144104 gab es auch hier nicht mehr, jedoch ein paar „Overtrees“ mit der Tanksonde…

 

So schrieb ich die Jungs in Prag an, die mir gegen kleines Geld sehr zügig den Spritzling mit der Tanksonde plus die Decals für den Bausatz mit der o.a. Nummer zuschickten! An dieser Stelle nochmal ein dickes „Dankeschön“ an Markus für den Hinweis und die Ebnung des Kontaktes!

144er Kits sind ja eigentlich recht schnell gebaut (oob, mit Ausnahme des geänderten Leitwerks), machen jedoch hinsichtlich eines solchen Dreifarb-Schemas noch die meiste Arbeit. Anhand eines Dreiseitenrisses versuche ich jeweils, die Farbsegmente auf Tamiya-Tape zu übertragen und klebe das Modell entsprechend ab. Aufwändig, aber im Ergebnis stellt mich diese Methode recht zufrieden.

 

Wie immer kamen bei der Lackierung Vallejo-Farben (hier erneut das SEA-Farb-Set) und der Klarlack von Tamiya zum Einsatz. Als einen weiteren Gimmick habe ich diesem Starfighter ein Staurohr von Master und eine tiefgezogene Haube von Brengun spendiert, die ich geöffnet dargestellt habe. Zusätzlich und passend dazu kommt noch die Einstiegsleiter von rise144, die es im Set für die F-104 im geöffneten und zugeklappten Zustand gibt.


Mit den Mark1-Decals habe ich die gut dokumentierte F-104C mit der Seriennummer 57-0923 dargestellt, die am 28. Mai 1959 an die USAF ausgeliefert wurde. Im hier gezeigten Anstrich mit den Kennungen des 459th TFW war „Hellooo Dolly“ 1967 auf der Royal Thai Air Force Base in Udorn stationiert.

Zurück in den USA stürzte diese F-104C am 5. August 1968 in Savannah, Georgia, während eines Trainingsfluges ab. Um einer weiteren F-104C auszuweichen, die nach einem abgebrochenen Start bereits in der Leitplanke steckte, wich 923 von der Startbahn ab, das Fahrwerk wurde abgerissen und eine Barriere traf die vollen Tanks. Diese explodierten, der Pilot entkam mit leichten Verbrennungen (ersten und zweiten Grades), die Maschine wurde abgeschrieben.

Zum Schluss nochmal ein paar Fotos, mittels KI generiert – wobei das Schild der Da Nang Air Base unpassend ist. KI bestand aber drauf… Zunächst mein eigenes Ausgangsfoto, halbwegs "neutral":


Im Folgenden das, was KI damit macht:




Man sieht, wie man durch die möglichst genaue Formulierung der Prompts das Bild variieren kann... Ich hoffe, es gefällt euch!


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