Cessna A-37B Dragonfly

Weder einmal (Mai 2026)  ließ ich mir ein seltenes (und kostspieliges!) 3D-gedrucktes 144er Modell von Triple Nuts über Mako Models aus Australien einfliegen! Nach meinem Wissen gibt es jedoch keinen anderen Hersteller, der die „Dragonfly“ im Bonsai-Maßstab im Angebot hätte. Also: Echt alternativlos!

 

Die kleine „Libelle“ wird vom Hersteller als Doppel-Kit angeboten. Neben den drei Einsatzmaschinen kleinerer Luftwaffen zielte ich natürlich auf die Version der USAF im SEA-Schema. Dem zweiten Kit der T-37B „Tweety Bird“ liegen Decals für recht bunte Schulungs- und Verbindungsflugzeuge bei. Eine sehr schöne Idee!

 

Die Kits sind mit ihren Bauteilen recht eng in den Druckrahmen verteilt, was ein sauberes (und bruchfreies!) Herauslösen erschwert. Ähnlich wie bei meiner F-102A Delta Dagger brach die Stützstruktur „ins Fleisch“ hinein. Spachteln und Schleifen… Anscheinend liegt die Entwicklung der Cessna bei Triple Nuts schon einige Zeit zurück, denn hier waren die Flügelhinterkanten extrem dick, auch die Gravuren auf den Flächen sind (maßstäblich) metertief! Zumindest die Tragflächenkanten habe ich bearbeitet, eine komplette Neugravur der Blechstöße nach vorherigem Verspachtelt habe ich allerdings gescheut.

 

Die Konstruktion von Fahrwerk, Räder und Fahrwerksklappen als ein einziges Bauteil sichert zwar die Stabilität, erschwert allerdings die Bemalung.

 

Auch wenn der zweiteilig ausgeführte Rumpf in der hinteren Sektion hohl gedruckt wurde, riecht alles sofort nach einem Tailsitter! Dem versuchte ich dadurch zu begegnen, indem ich unmittelbar vor dem Cockpit zwei Bohrungen ansetzte, die ich mit „Liquid Gravity“-Bleikügelchen füllte. Doch damit war’s immer noch nicht genug: Ich musste zusätzlich direkt von vorne in die Nase unterhalb des Luftbetankungsstutzens erneut ein Loch bohren und hier Gewicht einfüllen! Aber es hat sich gelohnt! Die kleine „Libelle“ steht gerade auf eigenen Rädern!

 

Grundierung und Tarnschema (per Schablonen aus Tamiya-Tape) habe ich mit Farben von Vallejo aufgebracht. Washing und Klarlack ebenfalls von Tamiya, Decklack ist der Mattlack von Revell.

 

Das Flugzeug gehörte mit diesen Markierungen zur 8th Special Operations Squadron (8th SOS, Spitzname "The Black Sheep"), welche dem 14th Special Operations Wing (14th SOW) unterstellt war. Stationierungsort war die Bien Hoa Air Base in Südvietnam, ca. 30 Kilometer nordöstlich von Saigon.

 


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