Der
Bausatz des Mandalorianers Din Djarin aus dem Star Wars-Universum ist
von Bernd
Heller bei Modellversium bereits hier und
gebaut von Karsten Böcker hier
vorgestellt worden. Als Bernd den Kit vor ziemlich genau vier Jahren
beschrieb (September 2022),
schreckte mich der hohe Preis ab. Star Wars-Fan hin oder her…
Mit
Karsten Böckers Bau (in 2024) wurde ich erneut angeregt, mir den
Kit zu besorgen. Es
dauerte aber nochmals zwei Jahre, bis mir ein Angebot eines
großen
Online-Kaufhauses über den Bildschirm flatterte! Pünktlich
zum Filmstart von
„The Mandalorian and Grogu“ brachte Revell den Bausatz des
mandalorianischen
Kopfgeldjägers Di Djarin erneut – und nun deutlich billiger! – auf
den Markt!
So habe ich dann schnell die „Kaufen“-Taste gerückt… Bei unter
30.- €…
Ich
bin nun beileibe kein Figurenmaler, wie ihr an meinen
Themenschwerpunkten sehen
könnt. Diese Figur reizte mich dann aber doch. Letztendlich habe
ich sie oob
gebaut, mit kleinen Abweichungen von der Reihenfolge, die der Bauplan
vorsieht.
Die Hinweise von Bernd Heller waren dabei sehr hilfreich! Insbesondere
die
Konstruktion der Helme der Sturmtruppen sollte man unbedingt anders
angehen.
Ich habe die Helme zusammengebaut und verschliffen, lackiert und mit
Decals
versehen. Von den Stangen, auf denen sie aufgespießt werden
sollen, entfernte
ich den oberen Quersteg. So konnte ich die Lanze durch den Helm
schieben. Der
zweite, untere Querstab begrenzte die Eintauchtiefe wie vorgesehen. So
umgeht
man die lästige Naht bei bereits lackierten Helmen! Auch den
Blaster habe ich
nach Vorschlägen von Bernd Heller überarbeitet, Mandos Finger
am Abzug
freigeschnitten und die Mündung aufgebohrt. Eine deutliche
Verbesserung, wie
ich finde!
Eine
gewisse Klippe im Bau stellt allerdings der Umhang dar, denn der muss
(leider!)
erst nach dem kompletten Bemalen der Figur umgehängt bzw.
angeklebt werden.
Hier sind dann im Nachhinein zusätzliche Spachtel- und
Schleifarbeiten
notwendig. Das hat kein Modellbauer gern! Hier hätte ich mir von
den
Konstrukteuren der Figur einen anderen Weg gewünscht: Man
hätte doch den Umhang
als ein einziges Bauteil konstruieren können, so dass er dem
Besitzer fertig
bemalt und schattiert von oben einfach um den Hals gehängt werden
kann! Im Zuge
von Slide Mold-Technik heutzutage kein Problem mehr! Sicher fiel solch
ein
Ansatz dem Rotstift zum Opfer!
Ein
deutliches Mehr an (Abklebe-) Arbeit macht das Portal im Hintergrund.
Auch hier
wäre es einfacher gewesen, diese Tür mehrteilig zu erstellen,
um so die
Lackierung zu vereinfachen! Mit Trockenzeiten hat mich die Tür
allein zwei
Nachmittage und jede Menge Tamiya-Tape gekostet!
Ganz
so martialisch wie in der Ausführung von Karsten Böcker
wollte ich mein kleines
Dio dann doch nicht ausstatten und verzichtete auf den blutigen Touch.
Stattdessen habe ich den Wüstenboden mit Tamiya-Spray
eingefärbt, ihn ganz zum
Schluss aber noch mit gesiebtem Vogelsand bestreut. Verklebt wurde der
Sand
nach der Eisenbahner-Methode: Verdünnter Weißleim mit einem
Tropfen Spülmittel
zur Brechung der Oberflächenspannung des Wasser
Zunächst
beließ ich die Stangen mit den Helmen der Sturmtruppen in ihrer
Originalgröße.
Beim Fotografieren nehmen sie allerdings zu sehr die Sicht auf Din
Djarin.
Daher habe ich sie im weiteren Verlauf gekürzt und neu eingesetzt.
Schön ist
natürlich, dass der Kopf des Mandalorianers auf einem Kugelgelenk
sitzt und
damit drehbar ist.
In
meinem Star Wars-Fan-Zimmer wird der Mandalorianer einen besonderen
Platz
bekommen!